Hilfe für die Zukunft
Kinderkrippe. Hort, Kindergarten, Schule
Du bist wertvoll
Müde von der Schule kommt das Kind nach Hause. Müde und traurig. Wieder ist ein Tag vergangen, wieder ist nichts so gelaufen, wie man es sich gewünscht hat. Von neuem werden Vater und Mutter enttäuscht sein von ihrem Kind, in das sie alle Hoffnungen und Wünsche ihres eigenen Lebens gesteckt haben. Das Kind ist ausserstande, den hohen Anforderungen des Alltags zu genügen; ständig macht es Fehler – Vater und Mutter sind sich einig: Siehst du, du bist nichts und kannst nichts!
Aber an dieser Schule und im Hort bin ich jemand, man nimmt mich ernst, die Lehrer und Kameraden helfen mir, und wenn ich Fehler mache, sagen sie: Aus Fehlern kann man lernen. Sie vermitteln mir das Gefühl, dass ich wertvoll bin. Das gefällt mir. Hier fühle ich mich wohl und angenommen – so kann ich wachsen.
So oder ähnlich lauten die Geschichten der meisten Kinder, die wir unter unsere Obhut und Verantwortung nehmen dürfen. Wir begleiten sie im Kindsein, beim Lernen und im Heranwachsen, weil wir sehen, dass es sich lohnt. Sie müssen sich nicht aufgeben, weil sie wissen, dass sie wertvoll sind.
Interviews
Mishel Carolina Simba, 10 Jahre alt (seit September 2005 an unserer Schule)
Warum bist du hier?
Ich war oft allein zu Hause und musste auf meinen jüngeren Bruder aufpassen. Es gab niemanden, der mir bei den Hausaufgaben helfen konnte, denn manchmal konnte ich dem Unterricht nicht richtig folgen, weil ich nicht alles verstand.
Wo lebst du?
Im Viertel Batan/Pintag
Was arbeitet dein Vater?
Ich weiss es nicht, ich kenne ihn nicht.
Und deine Mutter?
Sie ist Hausangestellte in San Rafael
Wie viele Brüder und Schwestern hast du?
Zwei, einen Bruder und eine Schwester.
In welcher Klasse bist du?
In der zweiten Klasse der Grundschule
Was machst du in den Ferien?
Ich kümmere mich um die Arbeiten zu Hause, weil meine Mutter mit uns nicht weggehen kann, und ich hüte meinen kleinen Bruder.
Was gefällt dir an der Schule und am Tageshort?
In der Schule behandeln sie mich wie ein normales Kind, im Hort helfen mir die anderen Kinder viel, ich bin nicht so oft allein, und es gefällt mir, die Aufgaben zusammen zu machen.
Ich heisse Marieta Piedad Morales Caiza, ich bin Lehrerin der sechsten Primarklasse seit September 2001. Ich habe eine Tochter.
Aus welchen Gründen sind Sie an dieser Schule?
Ich arbeite gerne mit Kindern in dieser Schule, an der Kameradschaft und Freundschaft gepflegt werden.
Was bedeutet es für Sie, hier zu arbeiten?
Es bedeutet, den Schülerinnen und Schülern vielfältige notwendige Hilfen zu geben, damit sie vorwärts kommen. Es bedeutet mir aber auch, in die Entwicklung der Gemeinde Pintag zu investieren.
Was haben Sie im Verlauf der Zeit, die Sie hier arbeiten, für sich selbst dazugelernt? Welchen Nutzen hat das für Sie?
Ich habe gelernt, Gott Dank zu sagen für alles, was wir hier haben, Freundschaft zu pflegen und rücksichtsvoll zu sein mit allen, die um uns herum sind. Ein Nutzen liegt sicher im Lebensunterhalt, ein zweiter betrifft meine Person: Was ich gebe, erhalte ich von den Kindern mehrfach wieder geschenkt – ausserdem helfe ich dem Fortschritt in Pintag.
Was ist das Interessanteste an Ihrer Arbeit?
Die Kinder besser kennen zu lernen, ihre Probleme zu verstehen und ihnen zu helfen, da herauszukommen, sie zu überwinden.
Was ist am wenigsten interessant an Ihrem Beruf?
Ich finde alle Aspekte meines Berufes auf die eine oder andere Art spannend.
Fragen an die Direktorin
Was sind die Aussichten und Wünsche für die nächsten fünf Jahre?
Schule (gemietetes Haus): Ausbau der Infrastruktur für den Kindergarten, die Primarschule und die Sekundarschule
Kinderhort (eigenes Haus): Verbesserung der Infrastruktur, damit wir mehr Kinder aufnehmen können. Beschaffung eines eigenen Schulbusses, damit die Kinder in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht weiterhin schlecht behandelt werden.
Im Allgemeinen: Einrichtung eines einfachen Medizinischen Zentrums zur kostenlosen Behandlung. Verbesserung der Besoldung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, damit sie weiterhin motiviert sind, bei uns und für die Institution zu arbeiten.Vor allem aber möchten wir die Qualität der moralischen und geistigen Erziehung ständig verbessern, damit die Kinder mit sozialer Verantwortung und in der Furcht Gottes heranreifen und so Vorbilder in einer Welt sein können, in der diese Werte zusehends verloren gehen.
Kinderkrippe. Hort, Kindergarten, Schule
Du bist wertvoll
Müde von der Schule kommt das Kind nach Hause. Müde und traurig. Wieder ist ein Tag vergangen, wieder ist nichts so gelaufen, wie man es sich gewünscht hat. Von neuem werden Vater und Mutter enttäuscht sein von ihrem Kind, in das sie alle Hoffnungen und Wünsche ihres eigenen Lebens gesteckt haben. Das Kind ist ausserstande, den hohen Anforderungen des Alltags zu genügen; ständig macht es Fehler – Vater und Mutter sind sich einig: Siehst du, du bist nichts und kannst nichts!
Aber an dieser Schule und im Hort bin ich jemand, man nimmt mich ernst, die Lehrer und Kameraden helfen mir, und wenn ich Fehler mache, sagen sie: Aus Fehlern kann man lernen. Sie vermitteln mir das Gefühl, dass ich wertvoll bin. Das gefällt mir. Hier fühle ich mich wohl und angenommen – so kann ich wachsen.
So oder ähnlich lauten die Geschichten der meisten Kinder, die wir unter unsere Obhut und Verantwortung nehmen dürfen. Wir begleiten sie im Kindsein, beim Lernen und im Heranwachsen, weil wir sehen, dass es sich lohnt. Sie müssen sich nicht aufgeben, weil sie wissen, dass sie wertvoll sind.
Interviews
Mishel Carolina Simba, 10 Jahre alt (seit September 2005 an unserer Schule)
Warum bist du hier?
Ich war oft allein zu Hause und musste auf meinen jüngeren Bruder aufpassen. Es gab niemanden, der mir bei den Hausaufgaben helfen konnte, denn manchmal konnte ich dem Unterricht nicht richtig folgen, weil ich nicht alles verstand.
Wo lebst du?
Im Viertel Batan/Pintag
Was arbeitet dein Vater?
Ich weiss es nicht, ich kenne ihn nicht.
Und deine Mutter?
Sie ist Hausangestellte in San Rafael
Wie viele Brüder und Schwestern hast du?
Zwei, einen Bruder und eine Schwester.
In welcher Klasse bist du?
In der zweiten Klasse der Grundschule
Was machst du in den Ferien?
Ich kümmere mich um die Arbeiten zu Hause, weil meine Mutter mit uns nicht weggehen kann, und ich hüte meinen kleinen Bruder.
Was gefällt dir an der Schule und am Tageshort?
In der Schule behandeln sie mich wie ein normales Kind, im Hort helfen mir die anderen Kinder viel, ich bin nicht so oft allein, und es gefällt mir, die Aufgaben zusammen zu machen.
Ich heisse Marieta Piedad Morales Caiza, ich bin Lehrerin der sechsten Primarklasse seit September 2001. Ich habe eine Tochter.
Aus welchen Gründen sind Sie an dieser Schule?
Ich arbeite gerne mit Kindern in dieser Schule, an der Kameradschaft und Freundschaft gepflegt werden.
Was bedeutet es für Sie, hier zu arbeiten?
Es bedeutet, den Schülerinnen und Schülern vielfältige notwendige Hilfen zu geben, damit sie vorwärts kommen. Es bedeutet mir aber auch, in die Entwicklung der Gemeinde Pintag zu investieren.
Was haben Sie im Verlauf der Zeit, die Sie hier arbeiten, für sich selbst dazugelernt? Welchen Nutzen hat das für Sie?
Ich habe gelernt, Gott Dank zu sagen für alles, was wir hier haben, Freundschaft zu pflegen und rücksichtsvoll zu sein mit allen, die um uns herum sind. Ein Nutzen liegt sicher im Lebensunterhalt, ein zweiter betrifft meine Person: Was ich gebe, erhalte ich von den Kindern mehrfach wieder geschenkt – ausserdem helfe ich dem Fortschritt in Pintag.
Was ist das Interessanteste an Ihrer Arbeit?
Die Kinder besser kennen zu lernen, ihre Probleme zu verstehen und ihnen zu helfen, da herauszukommen, sie zu überwinden.
Was ist am wenigsten interessant an Ihrem Beruf?
Ich finde alle Aspekte meines Berufes auf die eine oder andere Art spannend.
Fragen an die Direktorin
Was sind die Aussichten und Wünsche für die nächsten fünf Jahre?
Schule (gemietetes Haus): Ausbau der Infrastruktur für den Kindergarten, die Primarschule und die Sekundarschule
Kinderhort (eigenes Haus): Verbesserung der Infrastruktur, damit wir mehr Kinder aufnehmen können. Beschaffung eines eigenen Schulbusses, damit die Kinder in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht weiterhin schlecht behandelt werden.
Im Allgemeinen: Einrichtung eines einfachen Medizinischen Zentrums zur kostenlosen Behandlung. Verbesserung der Besoldung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, damit sie weiterhin motiviert sind, bei uns und für die Institution zu arbeiten.Vor allem aber möchten wir die Qualität der moralischen und geistigen Erziehung ständig verbessern, damit die Kinder mit sozialer Verantwortung und in der Furcht Gottes heranreifen und so Vorbilder in einer Welt sein können, in der diese Werte zusehends verloren gehen.
